Laser-Vitreolyse

Behandlung von Glaskörpertrübungen

(Floater, “mouches volantes” oder “fliegende Mücken”)

DEGENERATIVES VITREOUS SYNDROM

 

Was ist Laser-Vitreolyse?

Die Laser-Vitreolyse ist eine eine minimal-invasive, schmerzfreie Behandlung zur Beseitigung von Floatern im Glaskörper Ihres Auges. Dies bedeutet, dass Sie wieder ohne störende Sehbeeinträchtigungen Ihren täglichen Aktivitäten nachgehen können.

 

Wie funktioniert Laser-Vitreolyse?

Bei der Laser-Vitreolyse werden unter Verwendung eines sogenannten ‘Floater-Lasers’ extrem kurze (0,000000003 Sekunden) Laserlichtpulse zielgenau in den Glaskörper eingestrahlt. Die Floater nehmen diese Laserenergie auf, werden dadurch zerkleinert und lösen sich auf. Störende Gewebestränge werden durchtrennt. Das feste Floater Gewebe kann so deutlich reduziert werden und beeinträchtigt somit nicht mehr Ihr Sichtfeld durch Schattenbildung.

 

Was passiert während der Behandlung?

Die Laser-Vitreolyse wird ambulant durchgeführt; das heißt, Sie müssen nicht über Nacht bleiben. Vor der Behandlung werden milde Tropfen zur örtlichen Betäubung verabreicht. Von einer Laserquelle in einem speziellen Mikroskop wird das Laserlicht durch ein Kontaktglas in Ihr Auge geleitet.

Während der Behandlung werden Sie vielleicht kleine dunkle Partikel oder Schatten wahrnehmen – jetzt löst sich der Floater auf und es können manchmal kleine Gasbläschen entstehen, die aber schnell in Ihrem Glaskörper aufgenommen werden und wieder verschwinden. Am Ende der Behandlung wird Ihr Augenarzt eventuell noch entzündungshemmende Augentropfen anwenden.

Eine Laser-Behandlung dauert in etwa 20-60 Minuten. Es können je nach Anzahl der Floater und Schwere Ihrer Sehbeeinträchtigung zwei bis drei Behandlungen notwendig sein.

Es kann sein, dass Sie kleine, dunkle Partikel in Ihrem unteren Sehfeld wahrnehmen. Diese werden sich schnell auflösen. Bei manchen Patienten treten unmittelbar nach der Behandlung leichte Beschwerden, wie Rötungen oder vorübergehend verschwommene Sicht auf.

 

Komplikationen und Nebenwirkungen

Es existieren sehr wenige Berichte über Komplikationen und Nebenwirkungen. Die Behandlung kann in seltenen Fällen grauen Star oder einen Anstieg des Augeninnendrucks hervorrufen.

 

Welche Patienten profitieren von der Laser-Vitreolyse?

Es ist wichtig, dass Sie sich einer eingehenden Augenuntersuchung unterziehen, um Ihre Eignung für den Floater-Laser feststellen zu lassen.

  • Alter. In den meisten Fällen haben jüngere Patienten (<45 Jahre) mikroskopisch kleine Floater nahe an der Netzhaut (1-2 mm Abstand). Die Behandlung mit dem Floater-Laser eignet sich meist nicht für diese Patientengruppe.
  • Symptomentwicklung. Wenn Floater sich sehr schnell entwickeln, kann dies im Zusammenhang mit einer hinteren Glaskörperabhebung stehen. Die Laser-Vitreolyse kann angewandt werden.
  • Floater Eigenschaften. Große Floater mit sanften Übergängen, in einiger Entfernung zur Netzhaut sind ideal für die Laser-Vitreolyse geeignet. 

 

Was ist das degenerative Vitreous Syndrom?

Der Glaskörper besteht aus einer klaren, gel-artigen Substanz in der Hauptkammer des Auges zwischen der Linse und der Netzhaut. In jungen Jahren ist der Glaskörper vollkommen durchsichtig. Mit zunehmendem  Alter kann der Glaskörper degenerieren und dabei seine Form verlieren, bzw. sich verflüssigen. Dabei verdichten sich Kollagenfasern zu Knoten oder Strängen. Diese Gewebeklumpen sind die Ursache für Schatten auf der Netzhaut, die als Punkte, Fäden oder schaden-ähnliche Gebilde erscheinen und als Floater bezeichnet werden. In vielen Fällen mit fortschreitender Degeneration kann sich der Glaskörper komplett von der Netzhaut ablösen. Die hintere Glaskörperabhebung ist oft mit einem plötzlichen Anstieg der Floateranzahl verbunden.

 

Was tun wenn die Laser-Vitreolyse nicht hilft?

Klinische Studien haben gezeigt, dass die Laser-Vitreolyse eine sichere und effektive Behandlungsmethode für die Mehrheit der Patienten darstellt. Falls sich Floater hartnäckig halten, könnte Ihr Augenarzt eine chirurgische Intervention empfehlen. Abhängig von der Diagnose gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten. Üblicherweise in einem Operationssaal durchgeführt, werden Teile Ihres Glaskörpers (bis hin zur Komplettentfernung) mit einer elektrolytischen Kochsalzlösung ersetzt. Im Durchschnitt dauert eine solche Operation (auch Vitrektomie genannt) in etwa 1-2 Stunden. Sie kann zudem deutlich höhere Risiken, wie Blutungen, Netzhautablösungen und Infektionen mit sich bringen, sowie zum grauen Star führen.

 

Floater-Typen

Floater sind kleine Gewebeklumpen die sich innerhalb des Glaskörpers befinden. Diese Gewebeansammlungen werfen ihren Schatten auf die Netzhaut (die lichtempfindliche Schicht an der hinteren Augenwand). Wenn Sie Floater haben, sehen Sie diese Schatten, die solche Gewebeklumpen auf Ihre Netzhaut werfen.

Diffuse Floater:

Diese wolkenartigen Floater sind die Folge natürlicher Alterung. Während diese Art von Floatern mit der Laser-Vitreolyse behandelt werden kann, sind oft mehrere Behandlungen für ein zufriedenstellendes Resultat notwendig.

Weiss Ring Floater:

Diese ringförmigen Floater sind relativ große, faserige Floater die sich üblicherweise in sicherer Entfernung von der Linse und der Netzhaut des Auges befinden. Dadurch können diese Floater sicher und effektiv mit der Laser-Vitreolyse behandelt werden.

 

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